"Sie lieben Papa und Mama, nicht Ersatzpapas und Ersatzmamas"
Tages-Anzeiger Online, 25.10.2011
Die Journalistin Melanie Mühl sorgt mit ihrer Streitschrift "Die Patchwork-Lüge" für Aufregung, weil sie darin mit dem medial verbreiteten Idyll der Zweitfamilie hart ins Gericht geht.

"Schlagen, boxen, beissen, treten"
Weltwoche Nr. 3, 2010

Bis zu 50 % aller häuslichen Attacken gehen auf das Konto der Frauen. Die Zerstörungswut bleibt ohne Konsquenzen, da die Männer ihre Opferrolle lieber verheimlichen. Und Feministinnen pflegen das Bild der Frau als selbstlose Heilige, die zu Gewalt nicht fähig ist.

"Das darf nicht sein"
Leserbrief in der Online-Ausgabe der "Mainpost" vom 1.9.2008
von Rudolf Oswald zum Artikel "Jana M.'s Angst vor der Kinderentfremdung"
(Mainpost online, 28.8.2008)

Als selbst Betroffener und Sozialarbeiter, der sich mit einem Online-Angebot um "entsorgte" Väter kümmert, weiß ich um die Tragik des Themas. In diesem Zusammenhang weise ich auf die erste Studie im deutschsprachigen Raum über den Verlauf des Kontaktabbruchs zum eigenen Kind (sog. "PAS-Syndrom") und den daraus resultierenden Auswirkungen auf betroffene Eltern hin. Sie ist kürzlich als Diplomarbeit an der Universität Freiburg i.B. erschienen. Die Psychologin Esther Katona hat mit einem Online-Fragebogen 242 Väter und 33 Mütter zur Thematik befragt. Die Auswertung ihrer Befragung zeigt eine deutlich lebens- und gesundheitsbeeinträchtigende Wirkung eines Kontaktverlusts auf. Die Angst von Jana M. ist also durchaus gerechtfertigt. Aber auch die Auswirkungen auf die betroffenen Kinder werden völlig unterschätzt. Dazu liegen seit Jahren zwar wissenschaftliche Erkenntnisse vor; nur werden sie offensichtlich von den Entscheidungsträgern weder gelesen noch zur Kenntnis genommen. Die Entfremdung führt zu einer systematischen Verwirrung des Kindes in der Selbst- und Fremdwahrnehmung und zu einer tiefen Selbstentfremdung, sagt der Psychiater Boch-Galhau. Bindungsstörungen, Psychosen, Drogensucht, Kriminalität etc. sind erwiesene Auswüchse, welche die von Elternentfremdung betroffenen und damit für schändlichste Zwecke missbrauchten Kinder von ehemaligen Liebes- und Lebenspartnern zu erwarten haben. Es wäre darum an der Zeit, entfremdende Elternteile endlich als das verantwortlich zu machen, was sie sind - nämlich psychische Gewalttäter. Der Gefährdungstatbestand zumindest ist ja bereits heute nach § 166, Abs. BGB erfasst - nur anwenden müsste man ihn eben, wenn Zeichen von aktiver Entfremdung vorliegen! Bisher werden entfremdete Elternteile von der Justiz kaum bis gar nicht wahrgenommen; sie verlieren darum den Glauben an den Rechtsstaat, ziehen sich in die Anonymität zurück, werden erwerbsunfähig und fallen dadurch der Allgemeinheit zur Last. Das kann und darf nicht sein!

"Online-Couch"
Leserbrief im Tages-Anzeiger vom 9. September 2003
von Rudolf Oswald zum Artikel "Im Web auf die Couch
(Tages-Anzeiger, 4. September 2003)

Als Betreiber eines eigenen Online-Beratungsangebotes zu einem verdrängten Tabuthema meine ich, dass es der Tagi verpasst hat, mit mehr Tiefgang über ein ernstes Thema zu berichten. Oder wie ließe es sich sonst verstehen, dass Online-Beratungen unter den Titel "Im Web auf die Couch" gestellt werden? Auf die Couch legt sich allenfalls der Patient bei seinem Analytiker - doch diese wiederum bieten aus gutem Grund ihre Dienstleistungen nicht per Web an. Die Tipps und Infos sind mangelhaft - unter den erwähnten Adressen werden entweder gar keine Online-Beratungen angeboten, oder der Aufbau der Seiten ist so schleppend oder mit unnützen Schikanen versehen, dass ein Benutzer in Not sicher genervt aufgibt, bevor er sich die Mogelpackungen auch nur angesehen hat. Zudem ist lediglich eine feministische Beratungsstelle bei häuslicher Gewalt angegeben - dabei sind genauso viel Männer von Gewalt durch Frauen betroffen.

"Geschlagene Männer und Weicheier"
Leserbrief im Tages-Anzeiger vom 6. Juni 2003

von Rudolf Oswald zum Artikel "Zwei Menschen in einer Hülle"
(Tages-Anzeiger, 30. Mai 2003)

Und wieder wird das Thema der häuslichen Gewalt so dargestellt, als ob in der Mehrheit der Fälle Männer die Täter seien. Dies ist falsch. Sowohl als selbst Betroffener wie als beratender Sozialarbeiter habe ich reichhaltige, traurige Erfahrung mit dem Thema. Zahlreiche internationale Studien belegen längst, dass physische wie psychische Gewalt in Zweierbeziehungen in gleichem Masse von beiden Geschlechtern ausgeht. Die Anzahl der zur Anzeige gekommenen Übergriffe von Frauen an Männern, mit der immer wieder gefochten wird, sagt überhaupt nichts Zuverlässiges aus, die Dunkelziffer ist enorm. Zudem gelten geschlagene Männer als Weicheier und werden allenfalls von den Behörden verlacht, wenn sie von Frauengewalt berichten.

"Endlich wird das Tabu der Gewalt
von Frauen gegenüber Männern gebrochen"
Leserbrief in "Das Magazin"/Tages-Anzeiger
Nr. 13 vom 29.3.2003

von Rudolf Oswald zum Artikel "Der geschlagene Mann"
(Das Magazin/Tages-Anzeiger, Nr. 11 vom 15. März 2003)

Endlich wird das Tabu der Gewalt von Frauen gegenüber Männern gebrochen! Dass physische Gewalt in Zweierbeziehungen häufig von Frauen ausgeht, bestätigen internationale Untersuchungen, die vorab vom Bremer Soziologie-Professor Gerhard Amendt durchgeführt wurden. Nicht verwunderlich ist, dass schlagende Frauen in der Regel die gleichen sind, die in einem Scheidungsverfahren ihren Männern mit allen erdenklichen Mitteln gemeinsame Kinder vorenthalten. Dieses abscheuliche Spiel, das eindeutige psychische Gewalt darstellt, wird trotz allseitiger Bekanntheit von Gerichten, resp. ihren weltfremden Entscheiden geradezu gefördert. Wer Gewalt dermassen einseitig wahrnimmt, sollte sich nicht wundern, wenn die bis auf's Blut gequälten Männer erkranken und schliesslich der Allgemeinheit zur Last fallen. Männer, die gefragt werden, weshalb sie ihre schlagenden Frauen nicht verlassen, antworten regelmässig: "Weil ich sie doch liebe."

Kinder, die zum Spielball der Eltern werden
Tages-Anzeiger, 7. Februar 2003

Wenn Kinder von geschiedenen Eltern ihren Vater nicht mehr sehen wollen, steht häufig die Mutter dahinter. Die Folgen sind für alle gravierend - und oft nicht wieder gutzumachen.

"Ein Mann von Ihrer Statur!"
Leserbrief in der Weltwoche Nr. 33 vom 15.8.2002

von Rudolf Oswald zum Artikel "Mädchen quälen subtiler"
(Weltwoche, Nr. 31/2002)

Gewalt - und Prügeln, Drohen und Demütigen sind nichts anderes als Gewalt -
geht mehr und mehr von Frauen aus. Dies ist in der Zwischenzeit mit
zahlreichen internationalen Studien belegt. Nicht selten wird Männern im
gerichtlichen Scheidungsverfahren nicht geglaubt, dass sie geschlagen
wurden: "Ein Mann von Ihrer Statur wird nicht von seiner Frau geschlagen!"
So wird das Opfer noch einmal zum Opfer gemacht (analog der
Vergewaltigungsfälle in den fünfziger und sechziger Jahren, wo Frauen als
Schlampen und Flittchen beschimpft wurden). So geht es jetzt Männern, die
entweder als unglaubwürdig oder als Weicheier dastehen, denen man die
Kinder nimmt, die sich wegen Unterstellungen bei einer Scheidung nicht
wehren können, weil Polizei, Gericht und die Öffentlichkeit die
Normalitätsvorstellung haben, dass Männer Täter und Frauen Opfer sind.

Rudolf Oswald im SWR
Ein Film von Christopher Hiepe zur Gewalt in der Partnerschaft. Verschiedene gewaltbetroffene Männer kommen zur Sprache, die katastrophalen sozialen Auswirkungen werden gezeigt. Sendetermine:
SWR Mensch! Alltag, 18. Juni 2002 21.00 h
Wiederholung freitags 12.30 h

"Gewaltsituation wird häufig bagatellisiert"
Leserbrief im Tages-Anzeiger vom 5. März 2002

von Rudolf Oswald zum Artikel "Manche halten es unendlich lange aus"
(Tages-Anzeiger vom 22. Februar 2002)

Im TA-Artikel steht: "Meistens werden Frauen und Kinder Opfer von häuslicher Gewalt, viel seltener Männer." Das ist - gelinde gesagt - eine Verharmlosung der Realität. Soeben ist eine Zwischenauswertung der Väterbefragung von Professor Gerhard Amendt von der Uni Bremen zu diesem Thema erschienen. Erschreckende Kernaussage: "In 18 Prozent gehen die Handgreiflichkeiten von Männern und zu 60 Prozent von ihren Partnerinnen aus. In 22 Prozent der erhobenen Fälle gehen die Handgreiflichkeiten von beiden Partnern aus. Das Ergebnis ist für die Öffentlichkeit sicher überraschend, weil es für wenig wahrscheinlich gehalten wird, dass Männer Ziel von weiblichen Attacken werden. Diese Vorstellung scheint Männern wie Frauen gleichermassen schwer zu fallen. Unsere Befragung zeigt jedoch, dass ein Teil der Männer sich auch noch lange nach solchen Auseinandersetzungen hilflos und psychisch verletzt fühlt. Nicht selten wird ihnen im gerichtlichen Scheidungsverfahren nicht geglaubt, dass sie geschlagen wurden: "Ein Mann von Ihrer Statur wird nicht von seiner Frau geschlagen!" In einem ZDF-Beitrag kommt Professor Michael Bock von der Uni Mainz als Fachperson zu Wort - ein Kriminologe, der sich ebenfalls des Themas annimmt. Er sagt, dass das Opfer noch einmal zum Opfer gemacht wird, wenn es Hilfe braucht: "Ich gebrauche gern die Analogie der Vergewaltigung in den 50er- und 60er-Jahren. Frauen wurden damals beschimpft als Schlampe, als Flittchen und mussten noch einmal eine verheerende Prozedur über sich ergehen lassen. Und so geht es jetzt Männern, die entweder als unglaubwürdig dastehen, die Weicheier sind, denen man die Kinder nimmt, die sich gegen Unterstellungen bei einer Scheidung nicht wehren können, weil Polizei, Gericht und die Öffentlichkeit die Normalitätsvorstellung hat, dass Männer Täter und Frauen Opfer sind."

Rudolf Oswald im ZDF/3SAT

Das ZDF-Frauen-Magazin Mona Lisa hat Rudolf Oswald mit einem Filmteam
besucht. Der Beitrag zeigte Aspekte der Gewalttätigkeit von Frauen und der
bewusst in Kauf genommenen Zerstörung des Vater-Kinder-Verhältnisses.

Sendetermine

ZDF, Mona Lisa, 27. Januar 2002, 18.15 Uhr
3sat, Mona Lisa, 30. Januar 2002, 13.30 Uhr

Fernsehbeitrag ansehen (Windows Media Player erforderlich)::
DSL-Verbindung (mind. 386kbit/s)
Ältere Modemverbindung (43kbit/s)

"Verantwortung für Väter"
Leserbrief im Tages-Anzeiger vom 26. September 2001

von Rudolf Oswald zum Artikel "Wir wollen nicht nur Götti sein"
(Tages-Anzeiger vom 13. September 2001)

Als selbst auf das Schmerzlichste betroffener Vater von drei Kleinkindern und Sozialarbeiter mit entsprechender beruflicher Erfahrung halte ich fest, dass durch sexistisch urteilende Richter und überforderte Vormundschaftsbehörden die Vater-Kinder-Beziehungen entscheidend gestört werden. Väter wollen nicht einfach nur Götti sein! Es trifft im Übrigen auch nicht zu, dass sich die Behörden des Problems der Kinderentfremdung bewusst sind. Das wird durch die arrogante Standardantwort, man müsse halt mit der Frau Frieden machen, geradezu sinnbildhaft untermauert. Die gesetzlich geforderte Verantwortung wird damit explizit nicht wahrgenommen.

Diese Entscheide kommen zudem teilweise auf Grund von Empfehlungen von dazu in keiner Art und Weise qualifizierten Beiständen zu Stande. Es genügt nicht, wenn Lehrer, Handwerker oder Kaufleute als Motivation zur Ausübung der Funktion eines amtlich ernannten Beistandes angeben, "Freude am Umgang mit Menschen" zu haben. Die vielschichtigen Aufgaben, das vernetzte Denken für eine solche Herausforderung erfordern eine gründliche, mehrjährige Ausbildung, die nicht durch eine zweiwöchige Schnellbleiche zu ersetzen ist. Nur durch das Fehlen solcher Ausbildungen kann es beispielsweise vorkommen, dass ein Handwerker, der keine Ahnung davon hat, wovon er spricht, einem Gericht den Antrag stellt, ein Vater sei psychiatrisch zu begutachten, nur weil er das Gespräch zu diesem Vater nicht findet. Sozialarbeiter fordern seit Jahren, dass die anspruchsvollen Aufgaben von diplomierten Fachpersonen ausgeübt werden dürfen. Nur von diesen kann eine gesicherte Analyse der Situation, verbunden mit wissenschaftlich erhärteten Vorschlägen zur Lösung des Problems, erwartet werden. Emphatischer Umgang mit Menschen und ihrem problematischen Umfeld, das Wissen um den enormen Stellenwert des korrekten persönlichen Gesprächs sind weitere Voraussetzungen, die es zuerst zu erlernen gilt und die von Laien nicht ohne weiteres erbracht werden können.

Die Ansätze des VeV (Verantwortungsvoll erziehende Väter und Mütter), gegen solche Missstände etwas zu unternehmen, sind ein Anfang. Selbst Mitglied vom VeV, halte ich jedoch fest, dass dieser weder eine Selbsthilfe- noch eine professionelle Beratungsorganisation ist, sondern lediglich ein loser Zusammenschluss von betroffenen Vätern.

NZZ (10.11.2001)


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